Hervorgegangen
aus der
ersten Zukunftskonferenz im September 2005 (siehe auch "Wie alles
begann") wollten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der POZ eine neuartige
politische Kultur schaffen, basierend auf einem Dialog zwischen
Bürgern und Kommunalpolitik und gemeinsamem Denken und Handeln.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mehreren
Gesprächen mit Herrn Oberbürgermeister Spec und Mitarbeitern
der Stadtverwaltung waren wir auf dem rechten Weg. Im Laufe der Zeit
führten wir 16 Umfragen zu Themen durch, die für Ludwigsburgs
Zukunft relevant sind. Dafür wurden wir von der Stadtverwaltung
mit den nötigen Unterlagen und Fakten versorgt. So waren wir stets
in der Lage, auf Nachfragen interessierter Bürger kompetente
Antworten zu geben. Dabei war absolute Neutralität unser oberstes
Gebot.
Doch obwohl von unserer Seite
niemals die Entscheidungshoheit des Gemeinderates angezweifelt wurde,
ist es uns nicht gelungen den gesamten Gemeinderat von der
Nützlichkeit unserer Arbeit zu überzeugen. Ein
Großteil seiner Mitglieder sah in uns mehr eine Bedrohung als ein
Bindeglied zu den Bürgern dieser Stadt.
Gerne hätten wir
unseren Umfragen die Möglichkeit einer Abstimmung im Internet
hinzugefügt. Auch träumten wir von einer wetterfesten
Ausrüstung und einem Banner. Dies gibt es, will man es richtig
machen, nicht umsonst. Also bewarben wir uns bei diversen
Förderprogrammen und Preisverleihungen. Leider ohne Erfolg. Auch
unsere "Bettelzettel an unserem Ständer im Kulturzentrum blieben
ohne Resonanz.
Zu unserem großen
Bedauern und für uns unverständlich hat sich die Beziehung
zur Stadtverwaltung seit dem letzten Jahr verschlechtert. Auf unsere
Anfragen erhielten wir nur halbherzige oder gar keine Antworten mehr.
Unser Präsentationsständer - der bereits seit knapp zwei
Jahren durch eine andere Lösung ersetzt werden sollte - verschwand
immer wieder aus dem Eingangsbereich des Kulturzentrums und war für interessierte Bürger schwer auffindbar.
Nach nunmehr über
6-jährigem Bestehen lösen wir die POZ-Ludwigsburg zum Ende
des Monats Mai 2012 auf. Gerne hätten wir weitergemacht, aber
unter diesen Voraussetzungen ist es uns nicht möglich. Unser
ursprüngliches Ziel, diese Form der permanenten und offenen
Bürgerbeteiligung so lange zu betreiben, bis sie von Seiten der
Stadt Ludwigsburg in die Verwaltungsabläufe integriert ist und von
dort aus durchgeführt wird, haben wir damit leider nicht erreicht.
Wir bedanken uns...
...bei der Stadtverwaltung
für die Finanzierung unserer Homepage und unserer "Ansichtskarten"
...bei der Volksbank Ludwigsburg für die Einrichtung eines
kostenlosen Kontos
...bei den Mitglieder des Gemeinderats und der
Verwaltung,
die unsere Arbeit toll fanden und uns immer wieder
ermunterten weiter zu machen
...bei den Engagierten, die mitgemacht haben,
auch wenn sie manchmal nur kurz bei uns waren
...bei den Bürgerinnen
und Bürgern, die uns ihre Meinung wissen ließen.
gez.
Christina Brandl, Claudia Müller, Thomas Bartl, Nico Nissen
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